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Süß hat immer einen Preis

October 15, 2026•12 min read

Süßstoff: Süß hat immer einen Preis

Was Süßstoff mit deinem Körper macht und was du stattdessen tun kannst.

Die Zuckersteuer kommt. Das Bundeskabinett hat sie am 14. Oktober 2026 beschlossen. Ab dem 1. Juli 2027 sollen Getränke mit mehr als 5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter teurer werden: 26 Cent pro Liter, ab 8 Gramm 32 Cent. Der Bundestag muss noch zustimmen (ZDF).Und jetzt der Teil, der mir Bauchweh macht. Getränke mit Süßstoff bleiben steuerfrei. Der Hersteller will weiter günstig verkaufen und nimmt Zucker raus. Der Geschmack soll bleiben. Die einfachste Lösung heißt Süßstoff.

Bei uns wird es laufen wie in Großbritannien: Mehr Zero, mehr Light, mehr Süßstoff im Regal, im Joghurt und in der Schorle. Da wird der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. Der Zucker geht, der Süßstoff zieht ein.

Zero. Light. Zuckerfrei. Ohne Zucker, ohne Kalorien, ohne schlechtes Gewissen. So lautet das Versprechen auf der Flasche. Dein Körper arbeitet aber nicht so. Für ihn schmeckt süß nach Energie. Kommt keine Energie an, gerät einiges durcheinander. Hunger, Darm, Blutzucker, Gehirn. Das schauen wir uns jetzt der Reihe nach an.

Was ist eigentlich Süßstoff?

Süßstoff ist alles, was süß schmeckt und deinen Blutzucker nicht oder kaum hochtreibt. Es gibt drei Familien.

  • Die Künstlichen: Aspartam (E 951), Sucralose (E 955), Acesulfam-K (E 950), Saccharin (E 954) und Cyclamat (E 952). Sie sind 30 bis 600 mal süßer als Zucker. Ein Hauch reicht.

  • Stevia (E 960): Der Rohstoff ist eine Pflanze. Im Labor wird daraus ein gereinigtes weißes Pulver, die Steviolglykoside.

  • Die Zuckeralkohole: Xylit (Birkenzucker), Erythrit, Sorbit und Maltit. Mit Alkohol aus der Flasche hat das nichts zu tun. Sie liefern teils Kalorien (Xylit 2,4 pro Gramm, Zucker 4).

Du findest sie in Light-Getränken, Kaugummi, Joghurt, Proteinriegeln, Zahnpasta und überall, wo "ohne Zuckerzusatz" draufsteht. Schau auf die Zutatenliste. Die Nummern E 950 bis E 969 sind Süßstoffe. Alle haben eines gemeinsam: Dein Mund meldet süß, und der Zucker kommt nie an.

Dein Körper ist wie ein Pawlowscher Hund

Kennst du Pawlows Hund? Der Forscher läutete eine Glocke und gab dem Hund danach Futter. Nach ein paar Runden lief dem Hund schon beim Läuten der Speichel, auch ohne Futter.

Dein Körper kann das auch. Mit Insulin. Insulin ist der Schlüsseldienst für Zucker: Es schließt deine Zellen auf, damit der Zucker aus dem Blut hineinkann. Riechst oder schmeckst du etwas Süßes, schickt dein Kopf schon vor dem ersten Bissen ein Signal an die Bauchspeicheldrüse: Mach dich bereit, Zucker kommt. Die Fachleute nennen das zephalische Phase (von griechisch kephalé, der Kopf), auf Deutsch Kopfphase. Gesichert: Die Kopfphase gibt es beim Menschen. Sie ist klein und kurz, hilft dem Körper aber, den Zucker nach dem Essen sauber zu verarbeiten.

Und jetzt der Haken. Dein Körper lernt durch Wiederholung: Süß heißt Zucker. Süßstoff schmeckt süß, der Zucker kommt aber nie. Bei manchen Menschen reicht der süße Geschmack allein, um Insulin auszulösen. Eine Studie von 2025 fand diese Reaktion "unterschiedlich stark" je nach Süßreiz. In anderen Studien bleibt sie aus. Die Datenlage ist gemischt.

Die Forscher Susan Swithers und Terry Davidson gaben Ratten fünf Wochen lang Joghurt. Eine Gruppe bekam ihn mit Zucker gesüßt, die andere mit Saccharin. Die Saccharin-Ratten nahmen mehr Gewicht und mehr Körperfett zu (Swithers & Davidson 2008). Die Forscher deuten das so: Die Tiere lernten, dass Süße nichts mehr über Kalorien verrät. Ihr Körper konnte das Essen danach schlechter einschätzen.

Wer täglich Süßes ohne Zucker trinkt, bringt seinem Körper bei, dem Süßgeschmack nicht mehr zu trauen. Hunger, Sättigung und Insulin spielen dann nicht mehr sauber zusammen. Beim Menschen ist das nicht bewiesen. Bei Tieren ist es gut beschrieben.

Süß ohne Energie: Dein Gehirn sucht weiter

Dein Gehirn liebt Süßes. In der Steinzeit bedeutete süß: reife Frucht, also Energie. Wer das gut fand, überlebte. Deshalb feuert Süße bis heute dein Belohnungssystem, den Teil im Kopf, der "mehr davon!" ruft. Normalerweise folgt auf die Belohnung die Lieferung: Zucker im Blut, satt, Ruhe. Bei Süßstoff bleibt die Lieferung aus. Dein Gehirn bekommt Lust und nichts dazu.

Mehrere Übersichtsarbeiten (Mattes & Popkin 2009, Yang 2010) halten fest, dass Süßstoffe den Appetit anregen können: mehr Hunger, mehr Heißhunger auf Süßes, größere Portionen.

(Rattenstudie): Franzosen ließen Ratten wählen zwischen Kokain und Saccharinwasser. Fast alle nahmen das Süße (Lenoir 2007). Süße ist ein extrem starker Reiz. Ein Rattengehirn ist allerdings kein Menschengehirn.

Dein Kopf rechnet mit. "Ich hatte ja nur die Zero" wird zum Freifahrtschein für das Stück Kuchen danach. Und wer jeden Tag etwas trinkt, das 200 mal süßer ist als Zucker, findet irgendwann eine Erdbeere fad. Das kennst du vielleicht von dir selbst.

Im Darm wohnen Billionen Mitbewohner

In deinem Darm leben Billionen Bakterien, das Mikrobiom. Sie helfen beim Verdauen, trainieren dein Immunsystem und reden beim Blutzucker mit. Du lebst mit ihnen in einer Wohngemeinschaft. Viele Süßstoffe werden vom Körper kaum aufgenommen. Sie wandern weiter in den Dickdarm, genau dorthin, wo die Mitbewohner wohnen.

(Mausstudie): 2014 fütterten Forscher Mäuse mit Saccharin, Sucralose oder Aspartam. Die Tiere bekamen Blutzucker-Probleme und eine veränderte Darmflora. Dann übertrugen sie die Darmflora auf Mäuse ohne eigene Bakterien. Diese bekamen die Blutzucker-Probleme gleich mit (Suez 2014, Nature).

(Menschenstudie): 2022 testete dasselbe Team 120 gesunde Erwachsene. Zwei Wochen lang gab es vier verschiedene Süßstoffe, jeweils unter dem erlaubten Grenzwert. Bei allen vier veränderte sich etwas im Darm. Bei Saccharin und Sucralose reagierte der Blutzucker nach Zucker schlechter. Und zwar bei jedem anders, je nach seinen Darmbakterien (Suez 2022, Cell).

(Mausstudie): Männliche Mäuse mit Acesulfam-K nahmen zu, ihre Darmflora veränderte sich (Bian 2017).

In Laborschalen machten Saccharin, Sucralose und Aspartam zwei typische Darmkeime aggressiver. Sie hafteten besser und bauten dichtere Schutzfilme (Shil & Chichger 2021). Ob das im echten Darm passiert, ist offen.

Blutzucker und Insulin

Insulin ist der Schlüsseldienst für den Zucker in deinem Blut. Klemmt das Schloss, schickt dein Körper immer mehr Schlüsseldienste los. Das heißt Insulinresistenz. Sie ist der Grund, warum viele Menschen müde sind, zunehmen und irgendwann Diabetes bekommen.

Kann Süßstoff das Schloss zum Klemmen bringen? Hier sind die Hinweise.

2026 wertete ein Team der Tufts University 21 Studien aus (DOI 10.1007/s11883-026-01429-9). Alle waren randomisiert, das heißt: Das Los entscheidet, wer was bekommt. Das ist die stärkste Studienart. Verglichen mit Wasser oder Placebo zeigten die Teilnehmer mit Süßstoff höheres Nüchterninsulin und einen höheren Langzeitzucker (HbA1c). Die Insulinempfindlichkeit tendierte nach unten. Die Autoren sagen selbst: Es braucht größere Langzeitstudien, und verschiedene Süßstoffe wurden zusammen ausgewertet.

17 stark übergewichtige Menschen, die sonst keinen Süßstoff nutzten, tranken Sucralose-Wasser und bekamen kurz danach eine Zuckerlösung. Ergebnis: Blutzucker und Insulin stiegen höher als nach normalem Wasser (Pepino 2013).

Bei Saccharin und Sucralose verschlechterte sich der Blutzucker in der Menschenstudie von Suez 2022, siehe Darm. Ehrlich gesagt: Es gibt auch Studien, in denen nichts passiert. Es hängt vom Stoff, von der Menge und von der Person ab.

Du weißt vorher nicht, zu welcher Gruppe du gehörst.

Gewicht, Diabetes, Herz, Gehirn: Was große Studien zeigen

Gesichert ist: Die WHO rät seit 2023 davon ab, Süßstoffe zum Abnehmen oder zur Vorbeugung von Krankheiten zu nutzen (WHO-Leitlinie). Die ausgewerteten Studien fanden langfristig keinen Nutzen für das Körperfett, bei Erwachsenen und bei Kindern. Die WHO stuft die Empfehlung als "bedingt" ein. Ausgenommen sind Menschen mit bestehendem Diabetes. Zuckeralkohole hat die WHO nicht geprüft.

Wahrscheinlich ist:

In den Langzeitdaten zeigte sich bei Erwachsenen ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und frühen Tod. Ein Beispiel: Wer täglich Diätlimonade trank, bekam in der MESA-Studie rund ein Drittel häufiger ein metabolisches Syndrom und rund zwei Drittel häufiger Typ-2-Diabetes (Nettleton 2009). Dazu ein Aber: Wer schon zunimmt, greift öfter zu Light. Das erklärt vermutlich einen Teil. Zusammenhang heißt nicht automatisch Ursache.

102.865 Franzosen und Französinnen wurden über Jahre begleitet. Wer am meisten Süßstoff aß, erkrankte etwa 13 Prozent häufiger an Krebs, vor allem Brustkrebs und Krebs durch Übergewicht. Aufgefallen sind Aspartam und Acesulfam-K (Debras 2022). Die Krebsagentur der WHO (IARC) stufte Aspartam 2023 als "möglicherweise krebserregend" ein (Gruppe 2B). Das heißt: Hinweise, kein Beweis.

In Brasilien begleiteten Forscher 12.772 Erwachsene acht Jahre lang. Bei den stärksten Süßstoff-Konsumenten bauten Gedächtnis und Denkvermögen 62 Prozent schneller ab. Das entspricht etwa 1,6 Jahren zusätzlicher Hirnalterung. Der Zusammenhang zeigte sich bei Menschen unter 60 (Neurology 2025).

Cui bono? Wem nutzt es? Die Industrie verkauft dir "Zero" als gesunde Wahl. Die WHO sieht langfristig keinen Nutzen fürs Körperfett. Für keinen dieser Punkte liegt der endgültige Beweis vor. Für den Nutzen aber auch nicht. Und dann läuft die Rechnung so: mögliches Risiko gegen null Gewinn.

Die einzelnen Stoffe im Check

Stoff

Was auffällt

Sicherheit

Aspartam (E 951)

Gefährlich bei der Stoffwechselkrankheit PKU. WHO-Krebsagentur: "möglicherweise krebserregend" (2B).

Gesichert (PKU), Hinweis (Krebs)

Sucralose (E 955)

Verändert Darmflora und Blutzucker-Antwort bei vielen. Beim Erhitzen können Abbaustoffe mit Chlor entstehen. Kaum abbaubar in Gewässern.

Hinweis (Darm, Blutzucker), Vermutung (Erhitzen), Gesichert (Umwelt)

Acesulfam-K (E 950)

Männliche Mäuse nahmen zu, Darmflora veränderte sich. Wird fast unverändert ausgeschieden und landet im Wasser.

Hinweis, Gesichert (Umwelt)

Saccharin (E 954)

Verschlechterte in der Menschenstudie den Blutzucker. Metallischer Nachgeschmack.

Hinweis

Cyclamat (E 952)

In den USA nicht zugelassen. Der erlaubte Tageswert ist niedrig und lässt sich mit viel Limonade überschreiten.

Gesichert

Stevia (E 960)

Der Stoff mit den wenigsten Sorgen. Industrieprodukte enthalten oft Füllstoffe wie Maltodextrin. Der Süßgeschmack bleibt.

Hinweis (wenig Daten)

Erythrit (E 968)

Menschen mit den höchsten Blutwerten hatten in drei Jahren etwa doppelt so oft Herzinfarkt oder Schlaganfall. Im Labor verklumpten Blutplättchen schneller. Der Körper bildet Erythrit auch selbst, das trennt Ursache und Zufall schwer.

Hinweis (Witztum 2023)

Xylit (E 967)

Blähungen und Durchfall ab etwa 20 bis 30 Gramm. Für Hunde lebensgefährlich, schon kleine Mengen.

Gesichert

Sorbit, Maltit, Mannit, Isomalt

Blähungen und Durchfall. Ab 10 Prozent Anteil steht ein Warnhinweis auf der Packung.

Gesichert


Fazit der Tabelle: Gesichert sind vor allem Verdauungsprobleme und Umweltbelastung. Beim Rest sprechen Hinweise gegen die Stoffe, und ein Entwarnungs-Beleg fehlt.

Ferkel, Flüsse und Wasserhahn

Ferkelfutter. Landwirte mischen Ferkeln Süßstoff ins Futter. Der Zweck: Das Futter schmeckt besser, und die Kleinen fressen direkt nach dem Absetzen von der Muttersau mehr. Laut einem Branchenbericht tun das 75 Prozent der Ferkelfutterhersteller (Bericht 2015). In einem Versuch mit Absetzferkeln fraßen und wuchsen die Tiere mit Neotam im Futter schneller (Lee 2019).

Wenn süßer Geschmack ohne Zucker Ferkel zum Fressen bringt, kann er bei uns Lust aufs Essen machen. Beim Menschen ist das nicht bewiesen. Die Industrie nutzt es bei Tieren aber gezielt.

Wasser.: Acesulfam-K und Sucralose lassen sich in Kläranlagen kaum entfernen. Das Umweltbundesamt hat beide 2024 als relevante Spurenstoffe bestätigt, als erste Lebensmittelzusatzstoffe überhaupt. Sie stecken in Flüssen, teils im Grundwasser und im Trinkwasser (UBA).


Fair gesagt: Für Menschen sieht das UBA bei den heutigen Mengen kein Risiko. Für Wasserlebewesen lässt sich ein Schaden nicht ausschließen. Bei Zebrabärblingen zeigten sich schon bei niedrigen Mengen Effekte auf Nervensystem und Embryonalentwicklung.

Ehrlich gesagt: Was steht fest, was nicht?

Ich will, dass du Süßstoff meidest. Deshalb bekommst du von mir die ganze Wahrheit, mit den Lücken.

Gesichert

  • Die WHO rät ab: Langfristig bringt Süßstoff keinen Rückgang beim Körperfett.

  • Zuckeralkohole (Sorbit, Maltit, Xylit) machen bei vielen Blähungen und Durchfall.

  • Aspartam ist für Menschen mit PKU gefährlich.

  • Xylit ist für Hunde lebensgefährlich.

  • Acesulfam-K und Sucralose belasten Gewässer.

Hinweise

  • Beeinflusst Blutzucker und Insulin.

  • Verändert die Darmflora.

  • Hängt in Beobachtungsstudien mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und schnellerem geistigen Abbau zusammen.

  • Dein Körper verlernt wie Pawlows Hund, was süß bedeutet.

  • Süßstoff kurbelt den Appetit an und öffnet die Tür für das Stück Kuchen danach.

  • Beim Erhitzen von Sucralose entstehen Abbaustoffe mit Chlor.


Und was für Süßstoff spricht? Wer von Zuckercola auf Zero wechselt, spart auf kurze Sicht Kalorien. Das stimmt. Süßstoffe verursachen auch keine Karies. Die Frage ist, was nach Monaten und Jahren bleibt. Dafür gibt es bisher keinen belegten Vorteil.

Was du stattdessen tun kannst

Dein Geschmack ist lernfähig. Er stellt sich nach einigen Wochen um. Danach schmeckt eine Erdbeere wieder nach Erdbeere.

  1. Mach Wasser, Sprudel, ungezuckerten Tee oder Kaffee zu deinem Standard. Peppe es mit Zitronenscheiben, Minze, Gurke oder Beeren auf.

  2. Streiche eine Süßstoffquelle nach der anderen. Fang mit dem Getränk an, das du am häufigsten trinkst.

  3. Lies die Zutatenliste. Die Nummern E 950 bis E 969 und Namen wie Sucralose, Aspartam, Xylit oder Erythrit stecken auch in Joghurt, Proteinriegeln und Kaugummi.

  4. Iss Süßes echt und bewusst. Eine Handvoll Beeren oder ein Apfel liefern Süße mit Ballaststoffen. Ein Stück Schokolade schmeckt nach einer Mahlzeit besser als auf leeren Magen.

Mein liebster Weg: Der Zucker bleibt, Ballaststoffe kommen dazu. Du musst Zucker nicht komplett streichen. Du kannst Süßes trotzdem genießen, wenn du direkt vorher ausreichend Ballaststoffe zu dir nimmst, zum Beispiel Flohsamenschalen. Trink ausreichend Wasser dazu, denn Ballaststoffe brauchen Flüssigkeit. Nimmst du Medikamente, nimm sie mit Abstand dazu ein.

Flohsamenschalen sind Psyllium. Psyllium bindet Wasser und bremst die Aufnahme von Zucker. In einer Auswertung von 35 Studien senkte Psyllium, vor den Mahlzeiten genommen, den Blutzucker. Am stärksten wirkte es bei Menschen mit Diabetes (Gibb 2015). Die Studien prüften Psyllium. Für andere Ballaststoffe gilt das nicht automatisch, könnte aber sein.

Danach reduzierst du den Zucker Schritt für Schritt. Dein Körper wird nicht getäuscht, der Zucker kommt wirklich an, und du isst davon immer weniger.

Wenn es trotzdem sein muss (meine Einschätzung, in dieser Reihenfolge):

  • Am ehesten: Stevia oder Mönchsfrucht. Beide sind noch wenig erforscht.

  • Bedingt: Erythrit und Xylit, in kleinen Mengen und nicht jeden Tag.

  • Lieber meiden: Sorbit, Maltit, Mannit, Isomalt, Acesulfam-K, Aspartam, Sucralose, Cyclamat und Saccharin.


Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Dein nächster Schritt

Du willst wissen, wo du bei dir anfangen sollst? Im kostenlosen Klartext-Gespräch (20 Minuten) schauen wir gemeinsam hin. Du bringst die Bereitschaft mit, etwas zu ändern. Den Rest erkläre ich dir.

Quellen

Eva Gröne

Eva Gröne

Eva ist seit über 25 Jahren Apothekerin und Ernährungsprofi.Sie verbindet wissenschaftliche Präzision mit praktischer Erfahrung und zeigt, wie man durch bewusstes Essen den eigenen Körper verstehen und stärken kann. In ihrer Arbeit begleitet sie Menschen, die ihre Ernährung als Schlüssel zu mehr Gesundheit und Klarheit nutzen wollen.

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